Stuhlbluttest – minimaler Aufwand, aber anfällig für Verfälschungen

Blut im Stuhl kann ein Zeichen für Darmkrebs sein. Doch nicht immer ist das Blut für das menschliche Auge sichtbar. Der Stuhlbluttest kann selbst geringe Mengen sogenannten okkulten Bluts nachweisen. Der Test wird auch Stuhltest, Hämokkulttest, FOBT oder Papierstreifentest genannt.

Das Verfahren ist für Sie unkompliziert, risikolos und mit minimalem Aufwand verbunden. Sie können den Test zuhause durchführen, indem Sie Stuhlproben auf einen Teststreifen auftragen. Ihr Arzt wertet das Ergebnis anschließend im Labor aus.

Ab einem Alter von 50 Jahren ist der Test im Rahmen der Darmkrebsfrüherkennung eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Das sollten Sie wissen

Um die Sicherheit des Ergebnisses zu erhöhen, muss der Test regelmäßig wiederholt werden. Oft bleiben beim Stuhltest Darmkrebsvorstufen unerkannt, weil sie nicht oder nur zeitweise bluten und daher zum Testzeitpunkt mit großer Wahrscheinlichkeit kein positives Ergebnis verursachen. Wenn eine Blutung vorliegt, kann die gutartige Vorstufe schon entartet und zu bösartigem Krebs geworden sein. Als Alleinlösung, um das eigentliche Ziel der Vorsorge zu erreichen und Darmkrebs im Vorfeld zu verhindern, eignet sich der Stuhlbluttest daher nicht.

Zudem ist der Test anfällig für Verfälschungen: Ein positives Testergebnis ist nicht zwingend ein Hinweis auf eine Darmkrebserkrankung. Auch bestimmte Medikamente oder Nahrungsmittel können eine Testreaktion auslösen, leichte Schleimhautverletzungen und Hämorrhoiden verursachen ebenfalls Blut im Stuhl. Wenn der Stuhltest Blut nachweist, wird Ihnen Ihr Arzt nachdrücklich zu einer Darmspiegelung raten, um die Befunde abzuklären und die tatsächliche Blutungsursache herauszufinden.

Es gibt weiterentwickelte Stuhl- oder Bluttests, die blutende Tumore zuverlässiger nachweisen oder andere mögliche Hinweise auf Darmkrebs geben können. Diese Tests werden durch die gesetzlichen Krankenkassen jedoch nicht erstattet.

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